Wenn Reporter heute über biblische Ereignisse berichten würden …


Bei Vorleser.net bin ich auf ein paar interessante Aufnahmen – kostenlose mp3s – gestoßen, die ich hier unbedingt einmal vorstellen möchte. Was wäre, wenn es zu biblischen Zeiten Medien und Berichterstattung wie heute gegeben hätte? Wie hätten Radioreporter über die biblischen Ereignisse berichtet? Radio Tyrus war ein Projekt , das von 1973 bis 2003 von einer Gruppe Journalisten um Manfred Voegele für den SFB, später RBB, produziert wurde. Die Journalisten betrachteten die biblischen Geschichten wie heutige Ereignisse: Sie recherchierten Hintergründe und berichteten darüber. Das Ergebnis waren mehrstündige Radiosendungen, die einen mitten hineinbringen in die plötzlich sehr gegenwärtigen Bibelgeschichten. Die Sendungen zur Jakob und Esau, zur Geburt Jesu, zum Wirken und Tod von Johannes dem Täufer, zu den Wundern Jesu und zu Jesu Leiden und Sterben sind als CDs unter anderem im rbb-Shop erhältlich. Bei Vorleser.net finden sich einige Auszüge aus der Doppel-CD zur Weihnachtsgeschichte als kostenloser mp3-Download. Wirklich sehr empfehlenswert!

So wird Weihnachten gefeiert


Wie unterschiedlich sieht doch das Weihnachtsfest rund um den Globus aus.

Bei uns in Deutschland sausen zur Stunde immer noch ein paar Last-Minute-Shopper durch die Geschäfte und kramen die letzten – mehr oder weniger sinnvollen – Weihnachtsgeschenke zusammen. Dabei sind Bücher das liebste Weihnachtsgeschenk der Deutschen. 62 % legen Familie und Freunden Lesestoff unter den Weihnachtsbaum. Und obwohl diese Geschenke meist eher in der unteren Preiskategorie zu finden sind, geben die Deutschen im Durchschnitt 273,- Euro für Weihnachtsgeschenke aus.

Nicht fehlen darf natürlich der Weihnachtsbaum, unter dem alle Geschenke landen. Dabei stehen in unseren Wohnzimmern keineswegs nur deutsche Tannen oder Fichten. Vielmehr wurden in diesem Jahr rund 2,2 Millionen Weihnachtsbäume importiert, um unseren Stuben den richtigen Glanz zu verleihen. Mehrheitlich kommen die insgesamt rund 30 Millionen Weihnachtsbäume, die in diesem Jahr verkauft wurden, aber dann doch noch aus heimischen Wäldern. Weiterlesen

Besinnliche (Vor-)Weihnachtszeit


Den folgenden Text habe ich bei der Adventsverlosung von Sindy Holmbach auf ihrem Blog booksandmore81 eingereicht und damit das Buch „Consolation“ von James Wilson gewonnen. Der Text findet sich auch auf Sindys Blog.

Besinnliche (Vor-)Weihnachtszeit

Alle Jahre wieder

So ein Stress in der Vorweihnachtszeit!

Fröhlich soll mein Herze springen

Dafür wüsste ich keinen Grund. Die Weihnachtsgänse werden auch immer teurer.

Kling, Glöckchen, klingelingeling

Das Einzige, das hier klingelt, sind die Kassen der Kaufhäuser.

Der Heiland ist geboren

Wer ist das denn? Brauchen wir den?

Ich steh‘ an deiner Krippe hier

Krippe? Grippe ist’s wohl eher. Jetzt ist der Junge schon wieder krank.

Ihr Kinderlein kommet

Weihnachtsfeier im Kindergarten – hat mir gerade noch gefehlt. Und Plätzchen soll ich auch noch mitbringen.

Morgen, Kinder, wird’s was geben

Wenn nicht bald ein Ende ist mit diesen unerfüllbaren Weihnachtswunschlisten, dann setzt es wirklich was.

Leise rieselt der Schnee

Ja, wo denn? Wird wohl doch wieder grüne Weihnachten geben.

Es kommt ein Schiff geladen

Wäre Weihnachtsurlaub auf nem Kreuzfahrtschiff nicht viel besser?

Herbei, o ihr Gläubigen

Ach ne, nicht schon wieder die, die einem für irgendwas Wohltätiges Geld aus der Tasche ziehen wollen.

Macht hoch die Tür, die Tor‘ macht weit!

Ja freilich, und die Zeugen Jehovas soll ich auch noch rein lassen. Nichts da!

O Tannenbaum, o Tannenbau

Der nadelt schon wieder, bevor wir ihn im Wohnzimmer haben.

Am Weihnachtsbaum, die Lichter brennen

Echte Kerzen? Ich will mir doch nicht die Bude abfackeln.

Stille Nacht, heilige Nacht!

Von wegen still – die Nachbarn streiten schon wieder, dass man es bis zu uns hört.

Lasst uns froh und munter sein

Schön wär’s. Großvater pennt und das Mädel will lieber nen Horrorfilm sehen.

Fröhliche Weihnacht überall!

Tollwood – ein Weihnachtsmarkt der anderen Art


Seit 1991 gehört das Tollwood Winterfestival nun schon zu den festen Einrichtungen im vorweihnachtlichen München. Neben zahlreichen kulturellen Veranstaltungen, bei denen der Eintritt mehrheitlich frei ist, ist das Festival vor allem von seinem Weihnachtsmarkt geprägt. Der „Markt der Ideen“ findet im Freien und in mehreren Zelten statt, so dass das Tollwood auch lockt, wenn das Wetter es nicht so gut meint. Einheimisches Kunsthandwerk paart sich mit Waren aus einer Welt, so dass ein Einkaufbummel rund um die Welt auch locker mal in zwei oder drei Stunden passt. Gaumengenüsse kommen da auch nicht zu kurz und sind genauso international wie die gehandelten Waren.Und nicht vergessen darf man natürlich nicht die unzähligen Glühweinstände, an denen es neben dem Klassiker auch Hot Caipi, Feuerzangenbowle oder Apfelglüh gibt.

Das Winter-Tollwood dauert noch bis zum 23.12.2013 und wartet auf euren Besuch!

Die Weihnachtsgeschichte …


Josef, sag ihnen, wir kaufen nichts… einmal ganz anders: In „Josef, sag ihnen, wir kaufen nichts“ wird sie von Udo Lindenberg erzählt. Die Evangelisten Matthäus und Lukas würden sich sehr wundern, welcher Sprachstil da in die biblische Erzählung Einzug gehalten hat.

„Also, Josef, alter Junge, ich bin der Engel des Herrn und die Sache mit deiner Braut geht in Ordnung. Das war kein Hausfreund, sondern der Heilige Geist persönlich, und der Sohn, der da rauskommt, ist tierisch wichtig, damit das Volk und überhaupt die Welt endlich mal von den ganzen Sünden erlöst wird. Das muss ja auch mal sein – also heirate die Maria und nennt das Kind Jesus. Alles klar? Okay, tschüss.“

So wird Josef überzeugt, die schwangere Maria nicht einfach sitzen zu lassen. Während sich Josef dann „den Arsch abrennt“ um in Bethlehem eine Unterkunft zu bekommen, beschweren sich die Hirten über das Wetter: „Scheißkalt ist das heute“. Aber zum Schluss freuen sich alle über die Geburt Jesu und es gibt „eine Riesenstimmung in dem Stall.“

Neben der Weihnachtsgeschichte von Udo Lindenberg finden sich noch viele weitere kurze Geschichten, Gedichte und Sprüche in dem kleinen Büchlein, die sich rund um das Weihnachtsfest drehen. Andrea Schomburg berichtet von den Mühen der Weihnachtsfrau, die alles dafür tut, dass ihr Mann die Geschenke auch pünktlich und an die richtige Adresse liefert. Und Judith Pinnow sinniert darüber, warum man Weihnachtsgeschenke immer erst in letzter Minute kauft.

Das amüsante Büchlein, das im Coppenrath Verlag erschienen ist, passt prima in jeden Nikolausstiefel oder unter den Weihnachtsbaum. In der gleichen Buchreihe sind außerdem erhältlich „Maria, Halbpension war aus“ und „Josef, es ist ein Mädchen!“

Da bleibt nur noch zu wünschen, dass es keinem ergeht wie Joachim Ringelnatz anmerkt:

„Die besinnlichen Tage zwischen Weihnachten und Neujahr haben schon manchen um die Besinnung gebracht.“