Tools zum Gestalten von Word Clouds – Teil 4: ImageChef


Word Clouds finden immer häufiger Verwendung – vor allem in Blogs und Sozialen Netzwerken. So wie ihre Verbreitung stetig zunimmt, lassen sich im Netz auch stetig mehr Tools finden, mit deren Hilfe die Wortwolken erstellt werden können. Im Funktionsumfang und der Qualität der Ergebnisse unterscheiden sich die Tools allerdings sehr stark. Bislang habe ich im Rahmen dieser Artikelreihe in Teil 1 das Tool Word it Out, im Teil 2 Wordle und in Teil 3 Tagul vorgestellt. Ein weiteres Tool findet sich im Rahmen der Angebote von ImageChef und nennt sich Wortmosaik.

Startseite des Tools WortmosaikWie schon bei den vorangegangenen Artikeln, greife ich auch hier als Beispielmaterial auf die Auflistung der 20 größten deutschen Buchverlage zurück. Auf der Website von ImageChef findet man das Tool Wortmosaik im Menü „Erstellen“. Etwas verwirrend ist, dass das Tool nicht einsprachig ist, sondern zwischen deutsch und Englisch hin und her wechselt.

Bereits beim Start des Tools wird eine erste Einschränkung sichtbar: Die Word Cloud enthält – sofern man nicht für eine Pro-Version zahlen will – immer das Wasserzeichen von ImageChef.

Alles in Allem gesehen kann man sich über das Tool und die meisten seiner Funktionen schnell einen Überblick verschaffen. In der Leiste „Teilen“ findet man alle Möglichkeiten, die erstellte Word Cloud zu versenden, in Social Media zu teilen und – etwas versteckt – auch als Bilddatei herunterzuladen. Offensichtlich sind die Optionen zum Versenden per E-Mail und zum Teilen via Facebook und Twitter. Unter „Mehr“ findet man zusätzlich den Menüpunkt „Bloggen/Forum“. Dieser bietet wesentlich mehr Möglichkeiten, als man dahinter vermuten möchte. Erneut kann die Word Cloud hier geteilt werden, diesmal neben twitter und Facebook auch mit Pinterest, Reddit, Stumbleupon und Tumblr. Außerdem wird ein einfacher HTML-Code, die URL des erstellten Bildes und ein Code für Nachrichtenbord bzw. Foren angeboten. Nicht zu vernachlässigen: Über Rechtsklick auf das angezeigte Bild, kann dieses gespeichert und beliebig weiterverwendet werden.

Schriften-Menü des Toold WortmosaikDoch nun zurück zum Erstellen der Word Cloud. Neben dem angezeigten Musterbild finden sich Schaltflächen, um die Farben für Hintergrund und Schrift festzulegen. Jeweils ein Klick auf den kleinen Pfeil öffnet eine Palette von 48 zur Verfügung stehenden Farben. Bei der Textfarbe wird die ausgewählte Farbe als Grundton festgelegt, zwei weitere hellere Schattierungen der Farbe werden automatisch mit in die Word Cloud eingebracht. Somit erhält man immer Word Clouds, die Ton in Ton mit drei Farben gestaltet sind. Es ist nicht möglich, völlig einfarbige Word Clouds zu erstellen oder die Farbkombination ganz beliebig zusammen zu stellen. Neben den farbschaltflächen findet man ein kleines Menü zur Auswahl der Schriftart. 16 recht unterschiedliche Schriften werden hier angeboten.

Muster eines WortmosaiksFür die Eingabe des Textes findet sich neben dem Musterbild ein kleines Feld. Dieses kann durch Klicken und Ziehen an der rechten unteren Ecke auch etwas vergrößert werden. Nach Eingabe der Wörter klickt man auf „Ansehen“, um sich die Word Cloud anzeigen zu lassen. Im Anzeigefeld hat man darüber hinaus die Möglichkeit über das Pfeilsymbol unterschiedliche Varianten mit den gleichen Wörtern zu erstellen. Anhand der Verlagsliste werden zwei weitere Einschränkungen des Tools schnell deutlich: Mehrteilige Begriffe (z.B. Wolters Kluver) werden in der Darstellung getrennt. Außerdem ist es nicht möglich, eine Gewichtung der Begriffe vorzugeben und somit die Größe der einzelnen Wörter zu beeinflussen.

Symbol-Palette bei WortmosaikNun gibt es noch die Möglichkeit, die Form der Word Cloud zu individualisieren. Dazu stehen oberhalb des Worteingabefeldes die Reiter „Symbol“ und „Initialen“ zur Verfügung. Beim Start des Tools ist der Reiter „Symbol“ aktiv. Mit einem Klick auf das Pfeilfeld neben dem voreingestellten Symbol öffnet sich eine Auswahlpalette mit mehreren Tabs. Im Tab „Gerade populär“ findet sich eine Vielzahl an Symbolen. Allerdings lassen sich manche davon gar nciht als Word Cloud umsetzen, bei anderen ist nach Aktivierung nicht zu erkennen, was die Word Cloud darstellen soll. Ähnlich verhält es sich mit den Auswahlmöglichkeiten im Tab „Benutzer Symbole“.

Erstellung eigener Symbole bei WortmosaikUm eigene Symbole zu verwenden, ist eine Registrierung notwendig. Diese ist kostenlos und kann via Facebook oder über die E-Mail-Adresse geschehen. Ist man registriert und eingeloggt, kommt man im Tab „Meine Symbole“ über „Create New Symbol“ in ein neues Fenster. Hier darf man selbst zum Künstler werden. Es ist nciht möglich, Bilder als Symbole hochzuladen, sondern diese müssen mithilfe verschiedener Zeichenwerkzeuge selbst erstellt werden. Die Funktionsweise der Werkzeuge ist in einer Randspalte in englischer Sprache knapp erklärt. In der linken oberen Ecke findet sich eine Schaltfläche (Katzenfoto), über die ein Bild hochgeladen werden kann. Allerdings kann das Bild selbst nicht als Symbol eingesetzt werden, sondern es dient vielmehr als Zeichenvorlage, die unter das Zeichenraster gelegt wird.

Muster für eine Word Cloud mit WortmosaikEine weitere Möglichkeit, die Word Cloud zu gestalten, findet sich im Reiter „Initialen“. Hier wird man aufgefordert, ein oder zwei Buchstaben einzugeben. Mit einem Klick auf „Ansehen“ wird die Word Cloud dann in Form der Buchstaben umgesetzt.

Fazit: Das Tool ist sehr einfach zu bedienen und bietet eine große Auswahl an Möglichkeiten zum Export bzw. Teilen der erstellten Word Clouds. Interessant ist die Option, die Word Cloud in Form von Buchstaben darzustellen. Allerdings sind die Ergebnisse je nach voreingestelltem Symbol manchmal nur mäßig bis ungenügend. Symbole selbst zu erstellen ist vergleichsweise kompliziert bzw. benötigt einige Zeit, um ein gutes Ergebnis zu erzielen. Außerdem wären mehr Variationsmöglichkeiten hinsichtlich Farbgestaltung und Schriftgröße wünschenswert.

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