Tools zum Gestalten von Word Clouds – Teil 2: Wordle


In Teil 1 der Artikelreihe „Tools zum Gestalten von Word Clouds“ ging es um das kostenlose Online-Tool Word It Out. Mithilfe des dort verwendeten Wortmaterials wird im Folgenden das Tool Wordle vorgestellt. Es handelt sich ebenfalls um ein englischsprachiges, kostenloses Online-Tool.

Schon im einleitenden Text auf der Website erfährt man, dass Wörter, die häufiger im eingegebenen Text vorkommen, in der Wordcloud mehr hervorgehoben werden. Über „Create“ gelangt man zum Eingabefeld für den Text. Alternativ kann auch eien Webadresse eingetragen werden, deren Text übernommen werden soll. Im Beispiel werden hier wieder die 20 größten deutschen Buchverlage eingetragen.

Wie schon bei Word It Out wird eine zufällige Word Cloud erzeugt, ein Klick auf „Randomize“ erzeugt eine weitere zufällige Variante. Mehrteilige Begriffe werden auseinander gerissen, somit erhält man die besten Ergebnisse, wenn nur einteilige Begriffe verwendet werden. Die Wörter werden je nach Häufigkeit unterschiedlich groß dargestellt. Allerdings werden die selten auftretenden Wörter sehr klein – fast nicht lesbar – dargestellt. Bei häufig vorkommenden Wörtern kann man den Größenunterschied in der Darstellung fast nicht feststellen.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Oberhalb der Word Cloud findet sich eine Menüleiste die einige Veränderungen an der Word Cloud ermöglicht. Alle Veränderungen können unter „Edit“ rückgängig gemacht werden. Unter „Language“ findet man beispielsweise die Möglichkeit, alle Wörter nur ein Kleinbuchstaben oder nur in Großbuchstaben umzusetzen. Außerdem kann man Wörter aus einer ganzen Reihe von Sprachen aus der Word Cloud ausschließen und eine tabellarische Übersicht über die Häufigkeit der Wörter aufrufen. Allerdings gibt es keine Möglichkeit, die Häufigkeit (und somit die Gewichtung) der Wörter zu ändern.

Word Cloud kreuz und querMit 33 unterschiedlichen Schriftarten bietet das Tool eine überraschend große Auswahl an Fonts. Man findet darunter zwar wenig bekannte Fonts, aber dafür eine große stilistische bandbreite, so dass sich für jeden Verwendungszweck eine geeignete Schriftart auswählen lässt. Der Menüpunkt „Layout“ ermöglicht einige interessante Anpassungen. So lässt sich hier zum Beispiel einstellen, dass die Wörter in alphabetischer Reihenfolge (von links nach recht und von oben nach unten) angeordnet werden. Auswählen lässt sich außerdem, ob die Word Cloud eher in eckiger oder eher in runder Form gesetzt werden soll. Auch die Lage der Wörter kann beeinflusst werden. So ergibt „Any Which Way“, dass die Wörter kreuz und quer gesetzt werden. Weitere Möglichkeiten sind die rein horizontale oder rein vertikale Anordnung der Wörter, eine mehrheitlich horizontale oder vertikale Anordnung und die gleichmäßige Verteilung zwischen horizontal und vertikal.

Wordle8Auch der Menüpunkt „Color“ überrascht mit einer Vielzahl an Auswahlmöglichkeiten. Neben den Minimalvarianten BW (alle Wörter schwarz auf weißem Hintergrund) und WB (alle Wörter weiß auf schwarzem Hintergrund), sowie eine Grauabstufung gibt es elf vorgefertigte Paletten. Hinzu kommt die Möglichkeit, eine eigene Farbpaletten mit beliebiger Hintergrundfarbe und bis zu fünf Schriftfarben zu erstellen. Die Farben können dabei als Hex-Zahlen, im RGB- oder auch CMYK-Modus eingegeben werden. Wordle9Über fünf weitere Befehle kann festgelegt werden, ob die Word Cloud genau mit den angegebenen Farben erstellt werden soll oder ob die Farben leicht bis sehr stark variiert werden.

Die fertige Word Cloud kann ausgedruckt, aber auch online gespeichert werden. Nach dem Speichern wird automatisch ein html-Code erzeugt, durch den man die Word Cloud in einem Blog oder auf einer Website einbinden kann. Der direkte Download der Word Cloud als Bilddatei ist nicht möglich.

Fazit: Das Tool ist einfach zu bedienen und bietet eine Vielzahl an Möglichkeit, um die Word Cloud an die persönlichen Bedürfnisse anzupassen. Nicht vorhanden ist die Möglichkeit, die Cloud in einem bestimmten Format oder einer festgelegten Größe zu erzeugen. Auch auf ein Speichern als Bilddatei muss man verzichten. Definitiv ein starkes Tool für private oder semiprofessionelle Nutzung.

Tipp: Wer dennoch die Word Cloud als Bilddatei downloaden will, hat die Möglichkeit, einen Screenshot zu machen oder Programme wie das kostenlose Snipping Tool Plus zu nutzen.

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2 Kommentare zu “Tools zum Gestalten von Word Clouds – Teil 2: Wordle

  1. Pingback: Tools zum Gestalten von Word Clouds – Teil 3: Tagul | TextspielNet

  2. Pingback: Tools zum Gestalten von Word Clouds – Teil 4: ImageChef | TextspielNet

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