Tag des Ehrenamtes


1985 von der UN beschlossen und 1986 erstmals in Kraft getreten: Jährlich wird am am 5. Dezember der Internationale Tag des Ehrenamtes begangen. Als Gedenk- und Aktionstag löste er damit in Deutschland den früheren Gedenktag ab, der auf dem 2. Dezember lag.

Rund 23 Millionen Bürger in Deutschland engagieren sich ehrenamtlich. Somit hat fast jeder Dritte ein Ehrenamt inne. Ehrenamtliche Tätigkeit wird geleistet in den Bereichen Sport, Feuerwehr, Jugendarbeit und den Kirchen, aber auch in Politik, Altenarbeit, Tier- und Umweltschutz. Mehr als 16 Stunden setzt sich im Durchschnitt jeder Ehrenamtliche im Monat ein. Würde man diese Arbeitszeit mit einem Stundenlohn von 7,50 EUR bezahlen, ergäbe dies eine Summe von 35 Millionen Euro jährlich. (Quelle: www.br.de)

Auch kritische Stimmen gibt es zum wachsenden ehrenamtlichen Engagement in Deutschland. Das ZDF hat einige davon in einem kurzen Videobeitrag zusammengefasst: Nutzt der Staat ehrenamtliches Engagement aus?

Der Ursprung der organisierten ehrenamtlichen Tätigkeit kann in Deutschland gut datiert und verortet werden. 1788 gründete der Hamburger Kaufmann Caspar Voght die Hamburger Armenanstalt, in der rund 200 freiwillige Mitarbeiter medizinische und wirtschaftliche Hilfe in den verschiedenen Stadtbezirken von Hamburg leisteten. König Friedrich Wilhelm III. sah es mit der Frewilligkeit des Ehrenamtes nicht so eng. Zwischen 1806 und 1808 zwang er wohlhabende Bürger, öffentliche Ämter in der kommunalen Verwaltung ohne Entlohnung zu übernehmen. Dies hatte auch zur Folge, dass 1808 der Begriff Ehrenamt erstmal in der Preußischen Städteverordnung auftauchte. Mit dem Aufblühen des privaten vereinswesens im 19. Jahrhundert erlebte das (nun wirklich freillige) Ehrenamt einen ersten Höhepunkt. Das Engagement erstreckte sich nun auf Wohlfahrtsverbände, Sportvereinen, und Frauen- und Arbeitervereine.

Sprt, Rettungwesen, Sozialwesen, Kirchen und Kultur sind heute die wichtigsten Bereiche des ehrenamtlichen Engagements. In fünf kurzen Filmen lässt die Deutsche Welle, die zu Wort kommen, die sich ehrenamtlich betätigen und fragt nach Motivation und Einsatz.

Sieht man sich all die freiwillige Arbeit an, kann man eines feststellen: Ein Gedenktag für das Ehrenamt ist eigentlich nicht genug. Großer Dank gebührt allen, die sich engagieren.

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