Das Internet – Sprüche und Vorhersagen, über die wir heute schmunzeln


Seit den Anfängen des Internet wurde viel über dessen Entwicklung und Fortbestehen diskutiert. Im Rückblick zeigt sich, dass so mancher mit seiner Einschätzung völlig daneben lag.

„Das Internet ist nur ein Hype.“
Bill Gates, Microsoft-Gründer, 1995

Erstaunlich, wie lange sich so ein Hype hält!

„Das Internet ist als Vertriebs- und Werbemedium für Streichfette und Katzenstreu total ungeeignet.“
Thomas Koch, Mediaplaner, 1997

Die Suche nach dem Stichwort „Katzenstreu“ liefert bei Google 1.080.000 Ergebnisse!

„Na ja gut, es gibt das Internet. Aber es dauert zu lange, bis Sie sich dort alles zusammengesucht haben, und dann sollten Sie es auch noch an diesem unsäglich doofen Bildschirm lesen. Da hilft die Zeitung und sagt: Das ist heute für dich wichtig.“
Michael Ringier, Verleger, im Interview mit der taz, 15.09.2007

Tendenz in den letzten Jahren: Immer mehr Zeitungen und Zeitschriften erscheinen nur noch als Online-Ausgabe.

„Man muss wissen, mit 450 Zugriffen im Monat kommt man unter die hundert erfolgreichsten Blogs in Deutschland, ja? Das ist ungefähr die Auflage einer Schülerzeitung. Also das kann wirklich nicht so richtig interessant sein.“
Siegfried Weischenberg, Kommunikationswissenschaftler, im Mai 2007 bei einer Diskussion von Deutschlandradio

Tagesaktuell ist heute der Blog PinkMelon.de mit 889.402 Pageimpressions in den letzten 30 Tagen (Quelle: blogoscoop.net) Spitzenreiter der deutschen Blogs.

„Blogs sind ja eine Aneinanderreihung von persönlichen Befindlichkeiten von Leuten, die eigentlich für den Journalismus oder für die Öffentlichkeit keine wirkliche Bedeutung haben.“
Manfred Bissinger, vielfacher ehemaliger Chefredakteur, im Deutschlandfunk, Mai 2007

Die Frankfurter Allgemeine betreibt derzeit 20 eigene Blogs.

„Ich sage voraus, dass sich das Internet bald zu einer Supernova aufbläht und 1996 katastrophal kollabieren wird.“
Robert Metcalfe, Elektrotechniker, 1995.

Wir schreiben bereits das Jahr 2013 – auch im Internet.

„Ein Internet wird niemals eine Apotheke ersetzen können.“
Thomas Jung, Apotheker, November 1999

10.500.000 Ergebnisse zum Suchwort „Online-Apotheke“ bei Google widerlegen diese Aussage.

„Für fast alle Arbeiten an den höheren Schulen – und sicher für alle Arbeiten an den Grundschulen – ist die Suche nach Material im Internet nicht nur unnötig, sondern schadet sogar.“
Clifford Stoll, Lehrer und Autor, 1999 in seinem Buch “LogOut”

Alle wichtigen deutschen Schulbuchverlage bieten heute digitale Schulbücher an.

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3 Kommentare zu “Das Internet – Sprüche und Vorhersagen, über die wir heute schmunzeln

  1. Andererseits sollte man nicht zu internetgläubig sein. Für viele Menschen ist das Internet ein Ersatz für ihr ansonsten armes Leben. Sie denken, dass die Kontakte über das Internet „echt“ seien, dabei sind sie nur virtuell. Oft hasst man sich im realen Umgang oder ist sich gegenseitig egal. Simuliertes Leben ist ein großes Problem heutzutage. Man sollte aufpassen, dass man das Social Web wirklich nur als Werkzeug betrachtet und nicht als Ort, wo Leben stattfindet. Denn das tut es nicht.

    • Wie Recht du da hast. Ich hab gerade erst gelesen, dass Jugendliche im Schnitt täglich 4 Stunden im Internet verbringen. Da frag ich mich doch, wie viel Zeit noch für richtige Kontakte bleibt. Denn Schule oder Ausbildung nehmen doch auch schon einen Großteil des Tages ein.

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